Philosophie Blog
über Psyche & Lebenswelt
Dieser Philosophie Blog vermittelt philosophische Denkanstöße & Essays zu den Themen Philosophie der Psychologie & Psychotherapie sowie Gesellschaft und Sinn.
Hier soll die Philosophie für eine allgemeine Lebenswirklichkeit des Menschen wieder fassbar werden. Und zwar in verständlicher & klarer Sprache, doch gleichzeitig mit intellektuell-kritischem Anspruch.
Philosophieren ist lebendig, praktisch und ganz schön herausfordernd. Die Philosophie fragt und kritisiert, inspiriert und diskutiert, analysiert und erklärt. Doch genau deshalb geht sie über eine eindimensionale, naturwissenschaftliche Ideologie von Mensch & Welt hinaus.
Gegen genozidale Gewalt
Am 12. Januar 1951 trat die UN-Völkermordkonvention in Kraft. Es hat nur 19 Artikel und ist – für einen Rechtstext – sehr knapp und verständlich gehalten: das Übereinkommen über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes, das vor 75 Jahren, am 12. Januar 1951 in Kraft trat, nachdem es mehr als zwei Jahre zuvor unter dem Eindruck der Shoa beschlossen wurde.
Phänomenologisch – Erfahrung philosophisch ergründen
Was steckt eigentlich hinter dem Begriff phänomenologisch? Es geht nicht um komplizierte Theorien, sondern um einen frischen Blick auf unsere Welt. Wir beschreiben Dinge so, wie sie uns erscheinen – ohne sie sofort zu erklären.
Deskription, Normation, Meta-Analyse. Ebenen der Argumentation in der philosophischen Ethik
Ethiker argumentieren auf drei Ebenen: auf der deskriptiven Ebene, der normativen Ebene und der Meta-Ebene. Es ist die Aufgabe der philosophischen Ethik, unseren Moralvorstellungen analytisch auf den Grund zu gehen und auf diese Weise Bedingungen der Möglichkeit einer moralischen Beurteilung unseres Verhaltens zu identifizieren.
Bertrand Russell: Lob des Müßiggangs
„Ich möchte […] in vollem Ernst erklären, dass in der heutigen Welt sehr viel Unheil entsteht aus dem Glauben an den überragenden Wert der Arbeit an sich, und dass der Weg zu Glück und Wohlfahrt in einer organisierten Arbeitseinschränkung zu sehen ist […] Die Moral der Arbeit ist eine Sklavenmoral, und in der neuzeitlichen Welt bedarf es keiner Sklaverei mehr […]
Globale Moralität
Hans Küng hat versucht, mit dem Weltethos die fundamentalen ethischen Gemeinsamkeiten der Weltreligionen anzusprechen. Der Schweizer Theologe und Kirchenkritiker Hans Küng (1928-2021) begann vor 35 Jahren, sein Projekt Weltethos zu entwickeln. Mittlerweile ist es in Form einer Stiftung organisiert.
Migration als Menschenrecht
Es ist viel von „Steuerung“ die Rede, manchmal auch von „Begrenzung“. Migration erscheint im Diskurs in erster Linie als ein Problem, dem man sich abwehrend stellen muss, als Staat. Andererseits „brauchen“ Staaten mit zu geringer Geburtenrate – also auch „wir“ – Migranten, um unseren Lebensstandard zu halten.
Argumentationen – Die Kunst, fair zu argumentieren
Klimaschutz, Waffenlieferungen, Renteneintrittsalter. Migrationspolitik, Spitzensteuersatz, Kriminalitätsbekämpfung. Debatten gibt es viele in Deutschland. Nicht immer laufen sie fair. Ein kurzer Blick darauf, woran es liegen mag.
Zum 100. Geburtstag von Z. Bauman
Am 19. November 2025 jährt sich die Geburt Zygmunt Baumans zum 100. Mal. Der Soziologe und Philosoph gehört zu den schillerndsten Figuren der Gegenwartskultur. Dem Jahrhundertdenker ein Ständchen.
Herausforderung Globalisierung
Mit dem Mauerfall vor 36 Jahren begann eine neue Zeit, die uns nicht das „Ende der Geschichte“, sondern den Anfang einer neuen Unübersichtlichkeit brachte. Die Globalisierung wird unter diesem Vorzeichen zu einer Herausforderung.
Darum lügt ChatGPT häufig – und das ist kein Zufall
Wer mit ChatGPT oder anderen KI-Textgeneratoren arbeitet, kennt das Phänomen: Die KI klingt überzeugend, aber manchmal stimmt die Antwort einfach nicht. Warum ist das so? Und lässt sich das Problem überhaupt lösen?
Gedanken zur Zeit
Die Uhrumstellung folgt dem Paradigma der ökonomischen Verwertung von Zeit. Drei Gedanken dazu.
Für Freiheit und Würde. Das bedingungslose Grundeinkommen und die kulturelle Demokratie
Wir sollen mehr und länger arbeiten. Zumindest nach dem Willen derer, die momentan in Deutschland regieren. Seit einigen Jahren sind sozialphilosophische Modelle für eine Neudefinition der Arbeit im Sinne komplexer Beschäftigungsformen in der Diskussion, die das Gegenteil nahelegen.
Was Philosophie beiträgt
Philosophie ist grundlegend praktisch
Leider wird sie heutzutage oft mit Fachsimpelei verwechselt, obwohl sie doch orientierende Praxis für den Alltag und das Leben ist.
Wesentlich ist der Bezug zur menschlichen Erfahrung und Lebenswirklichkeit: Die Philosophie ist keine abgehobene Theorie, sondern eng verbunden mit dem Leben, das wir führen. Auch wenn sie sich in den höchsten Sphären bewegt, verliert sie nicht den Bezug zur Realität. Oder sollte sie zumindest nicht. Schließlich hat Philosophie die Zielsetzung, Selbstverständlichkeiten kritisch zu hinterfragen und unentdeckte Perspektiven zu eröffnen.