Essays über Depressionen & andere psychische Krankheiten
Depression erleben
– philosophische Perspektiven
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Anhedonie – Wenn die Freude verloren geht
Anhedonie ist ein Begriff aus der Psychologie und Psychiatrie, mit dem der Verlust an Freude oder Lust beschrieben wird.
Menschen, die unter Anhedonie leiden, haben Schwierigkeiten, positive Emotionen zu fühlen und können daher oft nichts mehr genießen, was früher Freude bereitet hat.
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In der Depression: die Verfremdung der Lebenswelt
Eines der rätselhaftesten Dinge, die in einer Depression geschehen, ist die unmerkliche, aber allmählich fortschreitende Veränderung der Art und Weise, wie ich die Welt sehe und auf sie eingestimmt bin.
Depressionen erzeugen eine verfärbte bzw. farblose Perspektive. Viele Betroffene sprechen von einem grauen Schleier, der alles unmerklich umhüllt.
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Gestörtes Zeitgefühl in der Depression
In der Antike hatte die Depression schon immer einen zeitlichen Charakter. Chronos war nicht nur Gott über die Zeit, sondern auch Gott der Melancholie, der Lähmung und des Stillstands.
In der Depression wandelt sich das Zeiterleben massiv. Die Zeit wird als erdrückend und übermächtig erfahren. Sie entwickelt in der Krankheit eine Schreckensherrschaft, deren Macht ich hilflos ausgeliefert bin.
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Körperliche Symptome der Depression – Korporifizierung des Leibes
Der Leib verliert seine ursprüngliche Bedeutung. Er fühlt sich entseelt an, von mir abgespalten und fremd.
Die natürliche Polarität von Leib und Körper geht in einer Depression abhanden. Und damit alles, was meine Existenz mitbegründet und mitträgt.
Depression und Gesellschaft
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Macht die Gesellschaft depressiv?
Kulturkritische Theorien werfen ein provokantes Licht auf psychiatrische Kategorien und interpretieren sie als Symptome einer tiefgreifenden kulturellen und sozialen Krise.
Doch wie fundiert ist diese Sichtweise?
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Armut & Depression – Gesundheitliche Ungleichheit
Kaum ein Faktor hängt so stark mit unserer Gesundheit zusammen, wie der sozioökonomische Status. Insbesondere bei Depressionen ist eine Verbindung zur Armut durch verschiedenste Studien belegt (18).
Aber wer ist in Deutschland arm und wird in Sachen Gesundheit ungleich behandelt?
Und was bedeutet so ein Leben?
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Psychosoziale Faktoren der Depression – Stress & Überforderung
Warum erkranken immer mehr Menschen an Depressionen? Aus soziologischer Perspektive ist die Sache klar: In einer Gesellschaft, welche die seelischen Ressourcen eines Menschen zunehmend “verwertet” und die Glück als käuflich versteht, kann der Mensch nur erkranken.
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Depression: Gesellschaftliche Ursachen – Soziale Determinanten
Die Gesundheit eines Menschen hängt von verschiedenen Faktoren ab, die sich in 5 Bereiche unterteilen. Diese Determinanten der Gesundheit wirken sich positiv oder negativ auf die einzelnen Individuen aus. Auch stehen die jeweiligen Faktoren in einer Wechselbeziehung und haben direkte als auch indirekte Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit eines Menschen.
Psychiatrie und Psychotherapie kritisch hinterfragt
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Wie wirksam ist Psychotherapie bei Depressionen?
Psychotherapie ist gefragter denn je. Eine hohe Nachfrage bedeutet aber nicht, dass die Therapien auch wirklich helfen.
Zum einen bekommen anscheinend viele Menschen nicht die benötigte Psychotherapie. Zum anderen ist von denen, die eine Psychotherapie erhalten, ein beachtlicher Teil nicht mit der Therapie zufrieden. Wie erklärt sich das?
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Vom Symptom zur Diagnose – Checkliste Depression
Die Diagnose “Depression” ist keine Ausnahme mehr, heute hat sie den Status einer Volkskrankheit erreicht. Doch was sich hinter der psychiatrischen Klassifikation verbirgt, ist niemandem so richtig klar.
Umso erstaunlicher, dass sich die heutige Diagnostik auf ein paar Symptome fokussiert, denn das Wichtigste bleibt dabei außen vor: das subjektive Empfinden des Menschen sowie die individuelle Lebensqualität.
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Klassismus in der Psychotherapie – Die soziale Frage
Verständnis ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg einer Psychotherapie. Doch gerade Patienten mit finanziellen und sozialen Problemen fühlen sich nicht verstanden. Noch schlimmer: Patienten erhalten eher eine geeignete Psychotherapie, wenn sie günstige soziodemografische Faktoren aufweisen. Das Phänomen nennt sich Klassismus.
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Pathologisierung und Medikalisierung – Die kranke Gesellschaft?
Bei Fieber oder Schnupfen gehen wir zum Arzt. Völlig klar! Aber wie ist das bei psychischen Problemen: Ist Psychotherapie sinnvoll, wenn wir nach 3 Monaten nicht über eine Trennung hinweg sind? Brauchen wir psychologische Unterstützung bei Schüchternheit? Oder wenn wir gerade um jemanden Verstorbenen trauern?