Die Sozialphobie

Bedeutung, Anzeichen & Ursachen

Ein kurzer Überblick für Partner & Angehörige

Illustration einer Gruppe von Menschen im Gespräch, darunter eine stillende Mutter mit Baby und eine sitzende Person im Vordergrund
  • Stilisierte orangefarbene Linienzeichnung eines aufgeschlagenen Buches auf schwarzem Hintergrund

    Sozialphobie verstehen

    Bedeutung und Unterschiede zur normalen Angst

  • Minimalistische orangefarbene Linienzeichnung einer hockenden, nach vorn gebeugten Person auf schwarzem Hintergrund.

    Symptome erkennen

    Körperliche und psychische Anzeichen

  • Stilisierte orangefarbene Linienzeichnung zweier menschlicher Gesichter im Profil auf schwarzem Hintergrund

    Formen sozialer Angst

    Typische Situationen und unterschiedliche Ausprägungen

  • Orangefarbene Umrisszeichnung eines offenen Buches mit Feder und Tintenfass

    Erfahrungen mit Sozialphobie

    Wie Betroffene Angst und Panik erleben

  • Stilisierte braune Illustration eines aufgeschlagenen Buches mit rechteckigem Bildausschnitt und Textzeilen.

    Philosophische Essays

    Angst, Scham und das Verhältnis zu anderen

  • Illustration eines menschlichen Fußes mit abgetrennt dargestelltem Knöchel und Fußgelenk

    Hilfe bei Angst

    Soforthilfe und Selbsthilfe

Sozialphobie verstehen

  • Die Sozialphobie ist eine der häufigsten psychischen Störungen

  • Sie liegt auf Platz 3 der deutschen Volkskrankheiten, gleich hinter Depressionen

  • Ca. 8-16 % der Menschen in Deutschland leiden einmal im Leben unter sozialer Angststörung

Hauptsymptome der Sozialphobie

Die Sozialphobie schränkt das Leben Betroffener extrem ein

Eine Sozialphobie ist nicht harmlos

  • Die soziale Phobie ist (nach Agoraphobie) die 2.-häufigste Angststörung

  • Sozialphobiker haben oft Selbstmordgedanken. Ca. 15% der Betroffenen begehen einen Selbstmordversuch

  • Rund 20% der Sozialphobiker weisen Zwangssymptome auf, die mit Angst vor Kritik zusammenhängen (Kontrollzwang, Putzzwang, Zwangsgedanken etc.)

Infografik zu sozialen Ängsten: 7 von 100 Menschen leiden an sozialer Phobie, 17 von 100 an einer Angststörung und 33 von 100 sind in sozialen Situationen nervös.

Wann normale Angst endet und krankhafte Angst beginnt…

Angst kennen wir alle.

  • Das flaue Gefühl vor Referaten oder Vorträgen,

  • das nervöse Kribbeln bei neuen Situationen,

  • die flattrige Unsicherheit in Belastungssituationen…

Das alles sind normale Ängste, aber keine Angststörungen. Vgl. Sprüche über Angst

Normale Angst vs. krankhafte Angst

Anders sieht’s aus, wenn Du nur einem einzigen der folgenden Sätze zustimmst, dann ist dringend psychotherapeutische Hilfe angesagt:

  • Ich denke die meiste Zeit des Tages über meine Ängste nach.

  • Meine Ängste schränken mich in meiner Lebensqualität und Bewegungsfreiheit erheblich ein.

  • Meine Ängste quälen mich so, dass ich mich immer depressiver fühle.

  • Aufgrund meiner Ängste kamen Selbstmordgedanken hoch.

  • Ich brauche Alkohol, Drogen oder Beruhigungstabletten, weil ich die Angst sonst nicht aushalte.

  • Meine Ängste führen zu Problemen in meiner Partnerschaft oder meiner Arbeit.

  • Minimalistische goldene Linienzeichnung einer schlafenden, zusammengekauerten Person mit dem Kopf auf einem Kissen vor einem beigen Kreis auf schwarzem Hintergrund.

    Die Facetten der Sozialphobie

    Soziale Angststörungen können sich unterschiedlich zeigen. Allen Betroffenen gemeinsam ist, dass es sich stets um extreme Angst- und Panikzustände handelt, die sich durch körperliche Stressreaktionen auszeichnen.

    Im Wesentlichen geht es um Angst, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen & Beschämung zu erfahren.

  • Minimalistische orange Linienzeichnung eines menschlichen Gesichtsprofils mit angedeutetem zweitem Gesicht auf schwarzem Hintergrund

    Arten der Sozialphobie

    Obwohl viele Patienten dieselbe Diagnose erhalten, können die Symptome und Problemfelder einer Angststörung erheblich variieren. So kommt es zu individuellen Unterschieden. Differenzen in den Hauptsymptomen und im Problemfokus sind also typisch für Sozialphobien.

Erfahrungen mit der Angstkrankheit

  • Wie Daniel seine Panikattacken überwindet

  • Tamara über ihre Depression & Sozialphobie

  • Erfahrungen & Tipps bei Sozialphobie

  • Krankhafte Angst verstehen

  • Die Angst vor Blicken

  • Die 10 Regeln bei Angststörungen

Der Teufelskreis der Angst

So kommt es zu Angst- & Panikattacken

Diagramm eines Angstkreislaufs mit Wahrnehmung, Gefahrgedanken, Angst, physiologischen Veränderungen und körperlichen Symptomen.

Der Teufelskreis der Angst zeigt, dass Angstreaktionen an jedem der verschiedenen Teile des Angstkreislaufs beginnen können in einer Panikattacke münden.

  • Negative Gedanken verursachen zum Beispiel Stress, so dass der Körper mit Angstsymptomen (Übelkeit, Zittern etc.) reagiert.

  • Doch auch Körperreaktionen (Schwitzen, schnelle Atmung) können unterbewusst Angstgedanken auslösen und zur Panik führen.

  • Ebenso genügen unangenehme Gefühle, um eine Spirale aus Angstgedanken und körperlichen Angstsymptomen auszulösen.

So reagierst Du als Helfer*in auf eine Panikattacke

7 Regeln für Helfende

Was tun bei einer Panikattacke?

In der Regel ist man der Panik nicht hilflos ausgeliefert, wenn man bestimmte Skills kennt. Sie sind aber nur Notfall-Maßnahmen. Mehr erfährst Du hier:

Wie fühlt sich eine Panikattacke an?

Aus dem Nichts beginnt Dein ganzer Körper zu zittern. Das macht Dir unheimliche Angst, weil Du keine Ahnung hast, warum alles verrücktspielt. Dir so heiß, dass Dir in Nullkommanichts die Kleidung am Körper klebt.

Jetzt bekommst Du nicht mehr richtig Luft, Dein Brustkorb wird ganz eng, während Dein Herz immer schneller schlägt.

Das alles erzeugt ein lautes Rauschen in Deinem Kopf, in dem nur noch diese kranken Angstgedanken ihre Runden drehen und größer werden. Du stehst komplett neben Dir (Depersonalisation), kannst nicht reden, nicht reagieren, nichts mehr richtig wahrnehmen.

Als wäre das alles nur ein schräger Film, an dem Du irgendwie teilnimmst, aber eigentlich nicht da bist. » Mehr erfahren

Sozialangst mit Philosophie erklärt