Depressionen: Sprüche

Zitate & Gedanken berühmter Personen

Texte über Depressionen, Mensch & Leben

traurig – tröstlich – motivierend – nachdenklich

Depressions-Sprüche, Zitate & Texte machen das Leben mit Depressionen fassbarer. Die wenigsten wissen, dass viele Staatsoberhäupter, Schriftsteller, Philosophen, Künstler und Hollywoodstars unter Depressionen litten. Alle Persönlichkeiten von Weltruf beweisen: Depressionen kann Dir niemand ansehen – und auch mit Depression oder anderen psychischen Krankheiten können Menschen großartige Leistungen vollbringen.

Hier findest Du außerdem Zitate über Depressionen & Ängste sowie depressive Sprüche, die von weniger bekannten Menschen stammen, jedoch genauso aussagekräftig sind.

Bzgl. Lebensweisheiten hier entlang: Sprüche Leben & Sinn oder Sprüche für die Seele

Depressions-Sprüche

von berühmten Persönlichkeiten

zu Depressionen, Ängsten & anderen psychischen Krankheiten

Ich weiß nicht, was mich traurig macht: […]
Und solchen Dummkopf
macht aus mir die Schwermut,
Ich kenne mit genauer Not mich selbst.

– Shakespeare: Der Kaufmann von Venedig (#Affiliate-Link/Anzeige), 1. Aufzug, 1. Szene: Antonio

Alain Ehrenbergs Zitat über Depression & Gesellschaft

Alain Ehrenberg: Depressionen Sprüche & Zitate

Depression ist die Melancholie einer Gesellschaft, in der alle gleich und frei sind, es ist die Krankheit von Demokratie und Marktwirtschaft par excellence.

In dieser Hinsicht ist die Depression die unvermeidliche Kehrseite der Souveränität des Menschen, nicht dessen, der falsch handeln, sondern dessen, der gar nicht handeln kann.

Quelle: » Alain Ehrenberg: Das erschöpfte Selbst(#Affiliate-Link/Anzeige). Depression und Gesellschaft in der Gegenwart.

Mehr dazu: Volkskrankheit Depression – Bedeutung von Gesellschaft & Politik

Dem Einsamen ist der freiwillige Untergang
wie eine Heimkehr zu sich selbst.

Karl Jaspers, Philosoph & Psychiater

Piet Kuiper (1919–2002)

Meine Erlebniswelt verdorrte und verkümmerte (…) war zusammengeschrumpft auf das Bett zum Schlafen. Alles, was früher aufheiternde Phantasien und kleine Geschichten mit vergnüglichen Aspekten ausgelöst hatte, wurde nun zum Anlass trübsinniger Überlegungen. Elend fiel mir auf. Wenn ich Menschen lachen sah, dachte ich:

Wie ist das möglich, in diesem schrecklichen Leben?“

Kuiper Zitat über Depressionen

Zitate über Depressionen: Piet Kuiper

Piet Kuiper, Professor der Psychiatrie: über seine schwere, wahnhafte Depression

Piet Kuiper war ein deutsch-niederländischer Psychiater, Psychoanalytiker und Autor. Kuiper beeinflusste in seiner Zeit nicht nur die Psychiatrie in den Niederlanden, sondern darüber hinaus insbesondere auch in den deutschsprachigen Ländern.

Über sein berufliches Schaffen hinaus wurde er bekannt durch sein autobiografisches Buch Seelenfinsternis. Die Depression eines Psychiaters (#Link mit Anzeige), das seine eigene seelische Erkrankung in fortgeschrittenem Lebensalter öffentlich machte und damit Fachleuten wie Laien Zugang zum Erleben einer sehr schweren Depression gewährte.

Depressive Sprüche

Die Andersartigkeit des depressiven Erlebens

An die Stelle der Lebensfreude tritt eine quälend düstere Stimmung, wie man sie erlebt, wenn man jemanden, den man liebt, verloren hat (…) die Welt verliert ihre Farbe, alles wird grau, im schlimmsten Fall verflucht man seine Existenz und den Tag seiner Geburt“, so versuchte mal Piet Kuiper Depressionen zu erklären, lange bevor er selbst an Depressionen erkrankte.

Jahre später leidet der Professor an unerklärlichen Kopfschmerzen, die ihn stark beeinträchtigen. Dabei bleibt es nicht. Seine Stimmung verdüstert sich, er schläft extrem viel, fühlt sich antriebslos und wird von Schuldgefühlen und schrecklichen Ängsten gefoltert. Bis er schließlich nichts mehr hatte, das ihn erfüllt oder Freude spüren lässt.

Kuiper hatte einen langen Leidensweg

Der Mediziner verstand nicht, was da mit ihm passierte, und stellte lauter falsche Diagnosen auf: Als Erstes dachte er an eine Viruserkrankung, dann an eine Demenz. Letztlich wurde seine Depression so stark, dass er in eine nihilistische Psychose abglitt: Er lebt in dem Wahn, er sei bereits verstorben, und fortan dazu verdammt, als lebender Toter über die Erde zu wandeln.

Es dauerte noch weitere 3 Jahre, in denen er zweimal in der geschlossenen Psychiatrie landete, mit zahllosen Therapeuten sprach und Medikamente bekam, bis er endlich verstand, was in ihm vorging.

Schwere Depression mit psychotischer Symptomatik

Sein umfangreiches Wissen als Experte half ihm nicht, diese schreckliche Krankheit zu erkennen. Wie ein Betroffener Depressionen erlebte, war eine völlig andere Dimension. Eine Welt, die kein Fachmann mit dem Verstand durchdringen konnte. Die Umwelt erfuhr Kuiper dabei als Fremdes, vollkommen fern von seiner eigenen Wirklichkeit. Rätselhaft und beängstigend.

Nach drei Jahren half am Ende ein sogenannter MAO-Hemmer. Kuiper wurde wieder gesund. Nachdem er monatelang in der Valerius-Klinik in Amsterdam behandelt wurde, konnte er schließlich nur durch jene Medikamente geheilt werden, vor denen er zuvor stets gewarnt hatte.

In seinen letzten Lebenstagen sei die Depression wiedergekehrt. Piet Kuiper verstarb am 9. Februar 2002 im Alter von 82 Jahren. Der Tod habe ihn gleichsam vor den Fängen einer erneuten Depression gerettet, schrieb Eveline Brandt in ihrem Nachruf.

» Piet Kuiper: Seelenfinsternis. Die Depression eines Psychiaters (#Link mit Anzeige)

 Am Ende braucht man mehr Mut,
um zu leben, als um sich umzubringen.

- Albert Camus (Der glückliche Tod)

Martin Luther

Bipolare Depression & Angsterkrankung 

Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern
— Martin Luther

Martin Luther & der schwarze Hund

Sprüche Depression: Martin Luther

Martin Luther hatte eine bipolare Störung & Angsterkrankung mit manisch-depressiven Episoden. Der Held der Reformation war ein schwer kranker Mann, der starke Schmerzen durchlitt und öfter dem Tod nahe kam. Dabei geht es um schwere Krankheitsbilder, die ihn sein Leben lang plagten. Darunter:

  • die Menièresche Krankheit (Erkrankung des Innenohrs, die durch anfallsartigen Drehschwindel, Hörminderung und Tinnitus (Ohrgeräusche) gekennzeichnet ist)

  • das Roemheld-Syndrom (durch Gasansammlungen im Magen-Darm-Trakt verursacht, aber oft mit Herzerkrankungen verwechselt, weil das Zwerchfell nach oben gedrückt wird und so Herzklopfen, Brustschmerzen oder Atemnot auslösen.)

  • Nieren- und Blasensteine

  • Gicht

  • chronische Verstopfung und Hämorrhoiden

  • Bluthochdruck und unklare Ohnmachtsanfälle

Depressive Sprüche

Psychogene Anfälle

Halluzinationen, Depressionen, Angstzustände

Auch ist bezeugt, dass Luther in späteren Jahren unter Angstzuständen und Weinkrämpfen litt. Mehrfach wurde er auf dem Boden liegend ohnmächtig aufgefunden, "wie tot", mit ausgestreckten Armen, schlaffem Körper und geschlossenen Augen. Es kam auch vor, dass er sich für 1–2 Tage einschloss und niemanden zu sich ließ. Schon im Herbst 1521 hatte Luther auf der Wartburg verstärkt über Anfechtungen und Heimsuchungen der anderen Art berichtet:

  1. Er sei "in dieser Einöde tausend Teufeln ausgeliefert"

  2. und "den bösen Geistern unter dem Himmel".

  3. Er erlebe Unruhe durch Gespenster und Poltergeister.

Einmal "sah" Luther sogar, als er sich schlafen legen wollte, einen "großen schwarzen Hund" auf seinem Bett liegen; zur Vertreibung betete er den 8. Psalm – erfolgreich. » Metapher des schwarzen Hundes

Den ganzen Winter 1540/41 litt er an Beschwerden im Hals- und Nasenbereich – vermutlich ein Abszess. Schwere Pein bereitete ihm zudem eine Mittelohrentzündung, wahrscheinlich beidseitig. Eiter trat heraus, man musste schreien, damit Luther einen verstand. An Philipp Melanchthon schrieb er depressiv gestimmt: Ich fange an, etwas weniger taub zu sein, doch sehe ich, dass ich ein kalter und unnützer Cadaver bin, dem allein das Grab übrig bleibt. - Martin Luther in einem Brief an Philipp Melanchthon, Winter 1540/41

Martin Luther war bipolar - manisch-depressiv

Luthers Hochleistungen zermürbten ihn

Es ist nicht verwunderlich, dass die unter diesen Umständen erbrachten Hochleistungen Martin Luther seelisch zusetzten und ihn frühzeitig zermürbten. Schon von Natur aus kämpferisch veranlagt und gerne polemisch formulierend, wurde der aufrechte Gottesstreiter mit zunehmendem Alter intolerant, reizbar und schwierig im persönlichen Umgang, auch seinen Freunden gegenüber. Oder sehr manisch.

Bei seinen späten Schriften verlor er zuweilen jedes Maß.

So tituliert er 1545 in der Kampfschrift „Wider das Bapstum zu Rom vom Teuffel gestifft“ den Papst als „der allerhöllischst Vater“.

Martin Luther litt an Angst und Depressionen

Auch die 1543 verfasste unsägliche Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ muss wohl teilweise vor diesem Hintergrund bewertet werden. Denn 1523 hatte Luther mit der Schrift „Dass Jesus Christus ein geborener Jüde sei“ sehr differenziert dafür plädiert, den Juden gütlich zu begegnen, um viele von ihnen zum neuen Glauben zu bekehren.

Im Januar 1546 reist Luther bei winterlichen Temperaturen in Begleitung seiner Söhne nach Eisleben, um einen Erbstreit zwischen den Mansfelder Grafen zu schlichten. Schon auf der Reise dorthin klagt er über Kälte- und Schweregefühl im linken Arm und Engegefühl in der Brust: klassische Zeichen eines Herzinfarkts. Am 18. Februar 1546 stirbt Martin Luther in seiner Geburtsstadt Eisleben im Beisein seiner Söhne und Freunde. Er betet noch aus dem 68. Psalm. Dann soll er friedlich und sanft entschlafen sein.

 „Warum erweisen sich alle außergewöhnlichen Männer in Philosophie oder Politik oder Dichtung oder in den Künsten als Melancholiker?

In vielen Dingen überragen sie die anderen, die einen durch ihre Bildung, die anderen durch künstlerisches Können, andere durch politische Wirksamkeit. […] deshalb sind alle Melancholiker außergewöhnlich, nicht infolge von Krankheit, sondern infolge ihrer Naturanlage.“

– Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) Mehr zum Thema » Genie & Wahnsinn

Ist's denn Sünde,
Zu stürmen ins geheime Haus des Todes
Eh' Tod zu uns sich wagt?

- Shakespeare, Antonius und Kleopatra (#Link mit Anzeige)

Was, wenn die Reise gelinde Schmerzen weckt,
Des schwachen Fleisches Furcht die bittre Woge regt ?
Ist gut nicht kurzer Schmerz, der lange Ruhe bringt,
Ins stille Grab die Seele schlafen legt ?
Nach Mühsal Schlaf, nach Sturm der Hafen blinkt,
Nach Kriegen Ruh, nach Leben Tod uns winkt.

- Spenser, The Faerie Queene (#Link mit Anzeige)

Albert Einstein: Autismus

“Wer sein eigenes Leben und das seiner Mitmenschen als sinnlos empfindet, der ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig.”

 Albert Einstein (1879-1955)

Albert Einstein war ein deutscher Physiker mit Schweizer und US-amerikanischer Staatsbürgerschaft. Er gilt als einer der bedeutendsten theoretischen Physiker der Wissenschaftsgeschichte und weltweit als bekanntester Wissenschaftler der Neuzeit. Wissenschaftler vermuten, dass Albert Einstein eine Variante des Asperger-Syndroms hatte. Einstein habe erst als 3-Jähriger zu sprechen begonnen und bis zum Alter von 7 Jahren bestimmte Sätze zwanghaft wiederholt. Seine Vorlesungen sollen teilweise verwirrend gewesen sein. Trotz dieser vermutlichen Entwicklungsstörung ist Einstein einer der größten Physiker aller Zeiten.

“Bevor Sie bei sich selbst eine Depression oder Antriebsschwäche diagnostizieren stellen Sie sicher, dass Sie nicht komplett von Arschlöchern umgeben sind.”

Schwermut

Schreiten Streben
Leben sehnt
Schauern Stehen
Blicke suchen
Sterben wächst
Das Kommen
Schreit!
Tief
Stummen
wir.

– August Stramm (1874 - 1915): Gedichte (#Link mit Anzeige)

Keiner hatte größere Probleme mit Jimmy [James Dean] als Jimmy. Man spürte, wie die Einsamkeit aus ihm herausströmte, und sie haute einen um wie eine Welle.

– Mercedes McCambridge –

 Eintagswesen!…

Eines Schatten Traum

Der Mensch.

Pindar (500 v. Chr.) – Pindars Pythien (#Link mit Anzeige)

Viktor Frankl über Depressionen

“Die Depression hängt nicht allein davon ab, ob da einer arbeitslos ist oder nicht, sondern eher davon, ob er sein Leben sinnlos hält oder nicht. (…) Die Sinnorientierung ist nicht nur lebenswichtig, sondern überlebens-wichtig! (…) In jedem Menschen steckt das alte und ewige metaphysische Bedürfnis, sich Rechenschaft abzulegen über den Sinn des Daseins.“

Viktor Frankl

 Der Abgrund meines Geistes
ruft immer mit Geschrei
Den Abgrund Gottes an:
Sag, welcher tiefer sei!

Angelus Silesius (Cherubiner 1657)

Die schönsten Epigramme des Cherubinischen Wandersmanns: (#Link mit Anzeige) ausgewählt und kommentiert

„Angst vor dem Leid ist schlimmer als das Leiden selbst.“

– Sprichwort (unbekannt)

„Angst liegt nie in den Dingen selbst, sondern darin, wie man sie betrachtet.“

– Anthony de Mello Der springende Punkt: (#Link mit Anzeige) Wach werden und glücklich sein

Man kann die Augen vor Tatsachen verschließen, aber nicht vor Erinnerungen.

Mehr Zitate von Viktor Frankl

 

Winston Churchill:
Bipolare Depression

Alice weckte mein Interesse, als sie von ihrem Arzt in Deutschland berichtete, der ihre Depression komplett geheilt hatte.

Ich denke, dieser Mann könnte mir nützlich sein, wenn mein schwarzer Hund zurückkehrt. Momentan scheint er sich ein ganzes Stück entfernt zu haben – es ist solch eine Erleichterung. Alle Farben kehren zurück.

Zitat von Churchill über seine Depression: er war bipolar - also manisch-depressiv

Zitat von Churchill über seine Depression: er war bipolar - also manisch-depressiv

Winston Churchill (1874-1965)

Churchill machte den schwarzen Hund als Metapher für die Depression berühmt, wenngleich das Bild schon vorher benutzt wurde. Der Politiker litt wahrscheinlich an einer bipolaren Störung; manische und depressive Phasen wechselten sich also ab. Zur Bewältigung seiner Krankheit hat einigen Beobachtern zufolge auch seine Kreativität beigetragen. Churchill malte und schrieb – und erhielt 1953 den Literatur-Nobelpreis.

Sterben ist hienieden
keine Kunst.
Schwerer ist’s:
das Leben bau´n auf Erden.

- Majakowskij: Liebesgedichte (#Link mit Anzeige)

Keinem fehlt je ein guter Grund,
sich zu töten.

- Cesare Pavese: Klar und verlassen gehen die Morgen dahin: (#Link mit Anzeige) Sämtliche Gedichte

Die im Geheimsten gefüchtete Sache geschieht immer.
Ich schreibe: o Du, habe Mitleid.
Und dann?
Es genügt ja ein wenig Mut.
Je bestimmter und genauer der Schmerz ist, um so mehr schlägt der Instinkt des Lebens um sich, und die Idee des Selbstmords sinkt.

Es schien leicht, wenn man daran dachte.
Und doch haben es kleine Frauen getan.
Es braucht Demut, nicht Stolz.
All das macht Ekel.
Nicht Worte. Eine Geste.
Ich werde nicht mehr schreiben.

- Letzte Tagebucheintragung des Cesare Pavese

Das Handwerk des Lebens: (#Link mit Anzeige) Tagebuch 1935-1950

Sigmund Freud:
Depressionen & Sucht

 “Es gibt ebensowenig  hundertprozentige Wahrheit wie hundertprozentigen Alkohol.”

Sigmund Freud (1856-1939)

Depressives Zitat von Freud, der sein Leben lang mit depressiven Verstimmungen kämpfte

Sigmund Freud arbeitete mit Kokain gegen seine Depressionen

Er ist der Begründer der Psychoanalyse und gilt als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Soll aber auch suchtkrank gewesen sein.

Schon in jungen Jahren begann der Vater der modernen Psychotherapie seine depressiven Verstimmungen mit Kokain zu behandeln. Außerdem rauchte er exzessiv. Später empfahl Freud in einem seiner Werke Kokain sogar als Arznei gegen Hysterie, Hypochondrie und Depression – aber auch als vielversprechendes Mittel für Morphiumsüchtige.

“Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen.”

 Denken Sie immer daran,
dass Sie nicht nur das Recht haben,
ein Individuum zu sein,
sondern Sie auch verpflichtet sind,
eins zu sein.

Anna Eleanor Roosevelt war eine US-amerikanische Menschenrechtsaktivistin und Diplomatin sowie die Ehefrau des 32. US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt.

 Es ist nie zu spät,
um das zu sein,
was du sein könntest

George Eliot, eigentlich Mary Anne Evans, war eine englische Schriftstellerin, Übersetzerin und Journalistin, die zu den erfolgreichsten Autoren des viktorianischen Zeitalters zählt.

Eliot: Die Mühle am Floss (#Link mit Anzeige)

Schopenhauers Depressionen

„Das Leben, mit seinen stündlichen, täglichen, wöchentlichen und jährlichen, kleinen, größern und großen Widerwärtigkeiten, mit seinen getäuschten Hoffnungen und seinen alle Berechnung vereitelnden Unfällen, trägt so deutlich das Gepräge von etwas, das uns verleidet werden soll, daß es schwer zu begreifen ist, wie man dies hat verkennen können und sich überreden lassen, es sei da, um dankbar genossen zu werden, und der Mensch, um glücklich zu seyn.“

Arthur Schopenhauer (1788-1860)

Arthur Schopenhauer hatte laut gängiger Meinung der Forschung tiefste Depressionen und trug einen tiefen Pessimismus zur Schau. Ob es sich dabei wirklich um eine klinische Depression handelte oder eher um depressive Verstimmungen, bleibt fraglich. Arthur Schopenhauer war nie wegen psychischer, psychiotischer oder psychosomatischer Leiden in fachlicher Behandlung. Doch “wer sein Werk betrachtet und so einen Einblick in das Seelenleben dieses großen deutschen Philosophen erhält, spürt etwas von der Dunkelheit, die sich in seiner Psyche ausgebreitet haben muss.” (Dr. Joself Bordat)

 

Schopenhauers Biographie ist gekennzeichnet von einer Reihe seelischer Verletzungen.

Seiner Mutter Johanna, eine bekannte Schriftstellerin, zeigt er stolz seine Dissertation, doch sie reagiert mit Desinteresse. In Berlin konkurriert er mit Hegel, dem preußischen Staatsphilosophen, um die Gunst der Studenten, doch diese verkennen das Genie des neuen Denkens und gehen weiter in Hegels Vorlesungen. Schopenhauer verlässt den Universitätsbetrieb und kehrt verbittert nach Frankfurt zurück, wo er von nun an als „Privatgelehrter“ die Erbschaft seines Vater aufzehrt.

Weil Schopenhauer so negativ philosophierte und schrieb, konnte er sein als negativ empfundenes Leben aushalten. Seine seelische Gesundheit, von der vorher die Rede war, ist also Ergebnis seines reichen Schaffens. Vielleicht ein ungewöhnlicher, doch sicherlich nicht der schlechteste therapeutische Ansatz.

 

Das Mutigste, was ich je getan habe, war weiterzuleben, als ich sterben wollte.

– Different Mom –

Edvard Munch litt
ebenfalls an
Depressionen

 

“Krankheit, Wahnsinn und Tod hielten wie schwarze Engel Wacht an meiner Wiege. Sie haben mich durch mein ganzes Leben begleitet.”

Der Sturm: Eine Biografie über Edvard Munch: (#Link mit Anzeige) Das Leben und die Kunst eines Ausnahmekünstlers

Edvard Munch (1863 – 1944)

Edvard Munch kannte die Gefühle, die er in seinen Werken zum Ausdruck brachte, sehr gut. Tod, Depressionen, Verzweiflung, Trauer – das waren persönliche Themen für ihn, eng mit seinem Lebensweg verknüpft. Wie bei kaum einem Maler vor ihm beherrschen Gefühle und Seelenzustände seine Bildthemen. Und es gelingt ihm, Abgründe des menschlichen Daseins festzuhalten.

Munch ging als einer der berühmtesten Maler in die Kunstgeschichte des Expressionismus ein und beeindruckt noch heute durch seine Werke.

 

Ich glaube daran, das wenn man seine Depressionen fest umarmt, und nicht nachgibt, ihr einmal die Lust vergeht dich weiter zu verfolgen.

– der Klassiker –