Philosophie Blog
über Psyche & Lebenswelt
Dieser Philosophie Blog vermittelt philosophische Denkanstöße & Essays zu den Themen Philosophie der Psychologie & Psychotherapie sowie Gesellschaft und Sinn.
Hier soll die Philosophie für eine allgemeine Lebenswirklichkeit des Menschen wieder fassbar werden. Und zwar in verständlicher & klarer Sprache, doch gleichzeitig mit intellektuell-kritischem Anspruch.
Philosophieren ist lebendig, praktisch und ganz schön herausfordernd. Die Philosophie fragt und kritisiert, inspiriert und diskutiert, analysiert und erklärt. Doch genau deshalb geht sie über eine eindimensionale, naturwissenschaftliche Ideologie von Mensch & Welt hinaus.
Kritik der heutigen Richtlinien-Psychotherapie
Meine Kritik: Die Richtlinien-Psychotherapie verliert die Patientinnen aus den Augen! Psychiatrie und Psychotherapie beanspruchen, exakte empirische Wissenschaften zu sein. Sie scheinen aber eher Glaubensbekenntnis zu sein als behutsame Anwendung hypothetischen Wissens.
Warum dieser Blog?
Mein Blog soll Betroffene darin unterstützen, kritisch nachzufragen, nein zu sagen, Respekt und menschliche Begegnung einzufordern, sobald Zweifel am Verhalten des Gegenübers auftauchen. Auch in Psychotherapie und Psychiatrie Tätige können auf meinem Blog Unterstützung und Anregungen finden. Ich freue mich, wenn ich dich und euch ein Stück auf eurem Weg begleiten darf.
Dr. phil. Michael Mehrgardt
Nach 40 Jahren als Psychologischer Psychotherapeut begründe ich eine kritische Alternative zur Richtlinien-Psychotherapie. Meine Darstellungen von Ängsten, Depressionen und Co. sowie meiner speziellen Lösungswege sind von einer kritischen Perspektive auf die offizielle „Richtlinien-Psychotherapie“ geprägt.
Globale Moralität
Hans Küng hat versucht, mit dem Weltethos die fundamentalen ethischen Gemeinsamkeiten der Weltreligionen anzusprechen. Der Schweizer Theologe und Kirchenkritiker Hans Küng (1928-2021) begann vor 35 Jahren, sein Projekt Weltethos zu entwickeln. Mittlerweile ist es in Form einer Stiftung organisiert.
Fake oder Fakt?
Im alltäglichen Umgang mit der Welt gehen wir davon aus, dass das, was wir wahrnehmen, “stimmt” oder “passt”. Im Allgemeinen sollte unsere Wahrnehmung also Handlungen, Äußerungen, Pläne oder Erwartungen produzieren, die “stimmig” oder “passend” sind – Sehr oft ist dies aber nicht der Fall, wie jeder, der mit anderen Menschen zu tun hat, wissen dürfte!
Frau A. sucht Hilfe!
Frau A. sucht Hilfe …
… und bekommt: Schuld!
Nachdem Frau A. über Jahre hinweg psychotherapeutische Hilfe gesucht hatte, bekam sie endlich persönliche Zuwendung durch einen Psychiatrie-Pfleger. Was als Lichtblick begann, endete jedoch mit Gefühlen von Schuld und Wertlosigkeit. Ein Psychotherapeut haute der Patientin im Erstgepräch seine fragwürdigen privaten Meinungen um die Ohren - und verstärkte damit ihren inneren Ankläger, der ihr das Leben fortan noch schwerer machte.
Intuition – Oder: Die Sache mit dem Bauchgefühl
Wie treffen Sie Entscheidungen? Mit dem Kopf, reflektiert, rational? Oder emotional, „aus dem Bauch heraus“? Mal abgesehen davon, dass es für uns Menschen kein emotionsloses Denken gibt und auch unser Gefühlsleben bisweilen rational ist, wird man vielleicht sagen: Kommt ganz drauf an. Manchmal so, manchmal anders.
Individuum und Institution – Ethische Perspektiven für komplexe Probleme
Gut und böse sein – können das auch Institutionen? Oder ist Moral nur etwas für Individuen? Woran hat sich eine Ethik zu orientieren: an (konkreten) Tugenden oder an (abstrakten) Normen? Komplexe Probleme verlangen neue Denkansätze.
Im Züricher Schauspielhaus wird am 4. Februar 1943 Bertolt Brechts Drama „Der gute Mensch von Sezuan“ uraufgeführt.
Störung oder Leiden?
Was Sprache enthüllt #4:
Bist du eine “Störung”?
Das Wort Störung transportiert Tiefenbedeutungen, die dem hilfesuchenden Menschen Schuld, Wertlosigkeit, Fehlerhaftigkeit und Verantwortungslosigkeit zuschreiben.
Therapeutinnen und Ärzte sollten den Terminus Störung ersetzen durch Leiden.
Teil 1: Wahrheit in der Psychotherapie
Philosophie, insbesondere Erkenntnistheorie und Ethik, ist für die Psychotherapie dringend vonnöten; denn die heutige Psychotherapie beruht auf impliziten, d. h. verborgenen oder gar heimlichen und damit schädlichen Grundhaltungen und -aussagen.
Preis, Wert, Würde – Oder: Was kostet eigentlich ein Mensch?
Heute kennt man von allem den Preis, von nichts den Wert. Alle Lebensbereiche werden der ökonomischen Kontrolle unterworfen, auch die Bereiche, in denen Geld nicht die Hauptrolle spielen und der Markt nicht alles regeln sollte, weil das freie Spiel der Kräfte Ergebnisse hervorbringt, die dem Menschen nicht gerecht werden.
Teil 2: Wahrheit in der Psychotherapie
Philosophie, insbesondere Erkenntnistheorie und Ethik, ist für die Psychotherapie dringend vonnöten; denn die heutige Psychotherapie beruht auf impliziten, d. h. verborgenen oder gar heimlichen und damit schädlichen Grundhaltungen und -aussagen. Auch wenn ich in dieser Arbeit deutliche Kritik an der gegenwärtigen empirischen Forschung erhebe, spreche ich mich nicht gegen Empirie aus;
Was Philosophie beiträgt
Philosophie ist grundlegend praktisch
Leider wird sie heutzutage oft mit Fachsimpelei verwechselt, obwohl sie doch orientierende Praxis für den Alltag und das Leben ist.
Wesentlich ist der Bezug zur menschlichen Erfahrung und Lebenswirklichkeit: Die Philosophie ist keine abgehobene Theorie, sondern eng verbunden mit dem Leben, das wir führen. Auch wenn sie sich in den höchsten Sphären bewegt, verliert sie nicht den Bezug zur Realität. Oder sollte sie zumindest nicht. Schließlich hat Philosophie die Zielsetzung, Selbstverständlichkeiten kritisch zu hinterfragen und unentdeckte Perspektiven zu eröffnen.