Philosophie Blog
über Psyche & Lebenswelt

Dieser Philosophie Blog vermittelt philosophische Denkanstöße & Essays zu den Themen Philosophie der Psychologie & Psychotherapie sowie Gesellschaft und Sinn.

Hier soll die Philosophie für eine allgemeine Lebenswirklichkeit des Menschen wieder fassbar werden. Und zwar in verständlicher & klarer Sprache, doch gleichzeitig mit intellektuell-kritischem Anspruch.

Philosophieren ist lebendig, praktisch und ganz schön herausfordernd. Die Philosophie fragt und kritisiert, inspiriert und diskutiert, analysiert und erklärt. Doch genau deshalb geht sie über eine eindimensionale, naturwissenschaftliche Ideologie von Mensch & Welt hinaus.

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Philosophie Dr. phil. Bordat Philosophie Dr. phil. Bordat

Leibnizens Theodizee

Die Frage nach dem Warum des erfahrenen Übels lässt mich als gläubigen Christen, der unter Depressionen leidet, nicht los. Wie kann Gott das zulassen? Diese Frage stellte sich auch mein Lieblingsphilosoph: Gottfried Wilhelm Leibniz. Genauer gesagt: Die Frage stellte ihm Preußens Königin Sophie Charlotte – Leibniz gab als braver Untertan pflichtschuldig eine Antwort. Diese Antwort wurde weltberühmt.

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Sich hineinversetzen. Von Empathie, Spiegelneuronen und der Goldenen Regel

Wer erinnert sich nicht? An das legendäre ZDF-Interview von Boris Büchler mit Per Mertesacker nach dem WM-Achtelfinale Deutschland gegen Algerien (2:1 n.V.) am 30. Juni 2014, also vor zehn Jahren. Der Reporter Büchler nimmt den sichtlich erschöpften Spieler Mertesacker hart ran, sucht trotz des Sieges nach Kritikpunkten. Mertesacker reagiert gereizt, Büchler lässt nicht locker.

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Depression, Philosophie Tamara Niebler (Inkognito-Philosophin) Depression, Philosophie Tamara Niebler (Inkognito-Philosophin)

Über Depressionen sprechen – Sprache und Wahrnehmung

Die Art und Weise, wie wir über psychische Phänomene sprechen, ist nicht nur ein Spiegel unserer Verständnisse, sondern formt auch maßgeblich unsere Einstellungen und Reaktionen gegenüber Menschen, die von solchen Zuständen betroffen sind. Sprache spielt eine essenzielle Rolle dabei, ob und wie Empathie, Verständnis und Unterstützung in der Gesellschaft entstehen.

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Philosophie für den Alltag, oder: Warum soll man nicht schwarzfahren?

Ich für meinen Teil entscheide im Alltag selten über Krieg und Frieden, über Folter oder den Abschuss von Flugzeugen. Meine moralischen Dilemmata sind andere, verweisen aber auf die gleichen ethischen Grundsätze: Soll ich die Kassiererin, die mir irrtümlich einen Euro zu viel herausgab, auf den Fehler aufmerksam machen oder den zusätzlichen Euro stillschweigend einstecken?

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Gelassenheit – Zur Geschichte eines Modeworts

Gelassenheit ist ein Modewort unserer Zeit. Es ist im Trend, locker, ruhig, entspannt, „cool“ zu sein. Wenn wir uns den Gelassenheitsbegriff ansehen, wie er alltagssprachlich Verwendung findet, dann scheint er eine gewisse Unangreifbarkeit zu beinhalten, dann erscheint er wie eine trotzige, fast schon ignorante Treue zur eigenen Position, die unbeeindruckt ist von Welt und Wirklichkeit und damit auch die Zwänge der Zeit zu verkennen droht.

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Philosophie, Klassismus Tamara Niebler (Inkognito-Philosophin) Philosophie, Klassismus Tamara Niebler (Inkognito-Philosophin)

Neid (Philosophie) – Die psychologischen Hintergründe von Neid

Neidisch will niemand sein und trotzdem sind wir es alle mehrmals im Leben. Entgegen dem Alltagsverständnis kann Neid eine funktionelle Rolle spielen: als sozialer Orientierungssinn, der uns die Spielregeln, Werte und Strukturen der Gemeinschaft verdeutlicht. Allerdings sind Neidgefühle in unserer Gesellschaft tabu. Dabei wird übersehen, dass es bei allen Gefühlen positive und negative Formen gibt.

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Sterben und Tod – Was man darüber lernen kann

In den Zeiten schwerer Depression habe ich Suizidgedanken. Gedanken an das Sterben, an den Tod. Im Laufe der Philosophiegeschichte gab es immer wieder Vertreter einer Thanatologie, einer Lehre von Sterben und Tod. Die Thanatologie gehorcht dabei dem sittlichen Anspruch, dass zu einem gelungenen Leben auch ein „gelungenes Sterben“ gehört.

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Depression, Philosophie Tamara Niebler (Inkognito-Philosophin) Depression, Philosophie Tamara Niebler (Inkognito-Philosophin)

Neues Buch über Depressionen – Depressionen erleben

Wie fühlt es sich an, depressiv zu sein? Um zu verstehen, was mit einem Menschen in einer Depression passiert, ist ein kritischer Blick hinter die klinische Diagnose notwendig. Dieses Buch über Depressionen verknüpft das subjektive Erleben mit Philosophie und erklärt, was sich in welcher Form im Selbsterleben Betroffener verändert.

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Das Gewissen — Definition & Bedeutung

Meine depressiven Episoden sind oft begleitet von einem schlechten Gewissen, das sich zur Scham steigert. Irgendwie fühle ich mich schuldig, wenn ich nicht wie gewohnt teilhaben und beitragen kann, in der Partnerschaft, in der Familie, im Freundeskreis, im Beruf, in der Gesellschaft. Irgendwie habe ich dann ein schlechtes Gewissen. Fast immer. So dass ich schon mal dachte: „Kann man das nicht mal abstellen, das Gewissen mit seinem eindringlichen Ruf?!“

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Was Philosophie beiträgt

Über Depressionen lebensnah philosophieren

Philosophie ist grundlegend praktisch

Leider wird sie heutzutage oft mit Fachsimpelei verwechselt, obwohl sie doch orientierende Praxis für den Alltag und das Leben ist.

Wesentlich ist der Bezug zur menschlichen Erfahrung und Lebenswirklichkeit: Die Philosophie ist keine abgehobene Theorie, sondern eng verbunden mit dem Leben, das wir führen. Auch wenn sie sich in den höchsten Sphären bewegt, verliert sie nicht den Bezug zur Realität. Oder sollte sie zumindest nicht. Schließlich hat Philosophie die Zielsetzung, Selbstverständlichkeiten kritisch zu hinterfragen und unentdeckte Perspektiven zu eröffnen.